Tastmodell für Sehbehinderte am Bahnhof

Foto: Stadt Wetzlar
Foto: Stadt Wetzlar

Am Wetzlarer Bahnhof hat Oberbürgermeister Manfred Wagner gemeinsam mit der Vorsitzenden des Behindertenbeirates, Stadträtin Bärbel Keiner, der Behindertenbeauftragten der Stadt, Ulrike Agel ein Tastmodell für Blinde und Sehbehinderte eingeweiht.

Das 1,20 mal 0,65 Meter große Modell ermöglicht es Blinden, sich am Wetzlarer Busbahnhof zu orientieren.  Das Modell wurde von der Deutschen Blindenstudienanstalt (Blista) in Marburg hergestellt und arbeitet einen Lageplan so um, dass die Finger einzelne Details ertasten können. Entsprechend der gültigen Normen werden Ziffern und Texte in Punktschrift ausgeführt. Für Sehbehinderte ist das Modell kontrastreich koloriert und mit Schwarzschrift in Profilschrift versehen.

 

 

Ursprünglich gab es Überlegungen, am Bahnhof einen „Stadtplan für Blinde“ als Tastmodell aufzustellen. Dies war jedoch aus Kostengründen nicht realisierbar, so dass sich die Tafel auf den Bereich des Busbahnhofs beschränkt. Für diese Variante, die 13.290 Euro kostet, hatte sich der Behindertenbeirat der Stadt Wetzlar entschieden. Der Vertreter des Blindenbundes Lahn-Dill, Dr. Mustapha Ouertani, bezeichnete das Tastmodell als eine „wunderbare Hilfe“ für Blinde und einen Beitrag zur Inklusion. Oberbürgermeister Wagner nannte das Modell einen Baustein zur Teilhabe für Blinde und Sehbehinderte, der aus städtischen Mitteln und danke eines Zuschusses der „Modellregion Inklusion“ des Lahn-Dill-Kreises in Höhe von 3.500 Euro verwirklicht werden konnte.