Wetzlar will Wahlrecht für Kennzeichen im LDK

Das Autokennzeichen „LDK“ soll bei Neuzulassungen in der Stadt Wetzlar künftig neben „WZ“ wieder möglich sein. Das will die Stadt Wetzlar erreichen und hat dazu jetzt vom hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium grundsätzlich grünes Licht bekommen. 2012 war in der Domstadt auf der Basis ihres Sonderstatus das WZ-Kennzeichen eingeführt worden und hatte das seit 1991 geltende „LDK“ abgelöst, indem die Stadt Wetzlar einen eigenen Zulassungsbezirk einrichtete.

Seitdem hatten die Wetzlarer bei Neuzulassungen keine Wahl mehr: Sie mussten ein „WZ“-Nummernschild nehmen. Manche Einwohner sehen das kritisch. Sie hätten gerne das LDK-Kennzeichen eines abgemeldeten Fahrzeugs zu geringeren Kosten weiterverwendet.

 

Die umgekehrte Erwartung vieler Einwohner aus dem Landkreis, das Unterscheidungskennzeichen „WZ“, das ja auch eine Verbundenheit mit der Kreisstadt Wetzlar, aber auch dem früheren Landkreis zum Ausdruck bringen kann, zu wählen, sei aber wesentlich deutlicher zu verspüren. Die entsprechenden Wünsche können bislang nicht erfüllt werden. Mithin könnte eine „Öffnung“ für die Fahrzeughalter im Landkreis den von der Stadt angestrebten, aber auch wahrnehmbaren  Effekt der Standortwerbung  bestärken.

 

Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) hatte sich deswegen an das hessische Verkehrsministerium gewandt und um eine Prüfung gebeten, wie man dem Wunsch nach einer Wahlmöglichkeit zwischen beiden Kennzeichen Rechnung tragen könne.

Das Ministerium hat nun einen Weg gefunden. So könne nach Paragraph 8 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung genehmigt werden, dass auch die Festlegung von mehr als einem Nummernschild für einen Bezirk möglich sei, wenn diese Kennzeichen vor 2012 vergeben worden seien. Diese Bedingung ist mit dem WZ-Kennzeichen, das von 1956 bis 1976 für den Altkreis Wetzlar galt erfüllt, so Wagner.

 

Die Stadt Wetzlar hat jetzt den Landrat des Lahn-Dill-Kreises um Zustimmung gebeten, dass die Wetzlarer Bürger künftig zwischen „WZ“ und „LDK“ wählen können. Hierzu bedarf es noch einiger Abstimmungen auf der Verwaltungsebene, doch sollte am Ende der Neuregelung nichts mehr im Wege stehen.

 

 

„Es wäre ein Plus an Bürgerfreundlichkeit, wenn wir jetzt eine echte Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Autokennzeichen WZ und LDK erreichen würden“, sagte OB Wagner.

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